DRAIV
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Carsharing Schweiz im Vergleich: Mobility, 2EM, GoMore, Sponti-Car und DRAIV

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Die kurze Antwort zuerst. Fährst du regelmässig kurze Strecken auf Stundenbasis, ist Mobility mit seinem dichten Standortnetz die beste Wahl. Suchst du ein möglichst günstiges Auto von privat und bist bei Preis und Übergabe flexibel, schaust du bei 2EM oder GoMore. Brauchst du ein Auto für einige Stunden bis eine Woche, ohne Kaution, ohne Schalter und ohne Abo, bist du bei DRAIV richtig. Der Rest dieses Artikels begründet genau diese drei Sätze, mit Tarifen von den Anbieterseiten und drei konkret gerechneten Szenarien, jede Zahl mit Quelle.

Mobility: das dichteste Netz, am stärksten auf Stundenfahrten

Mobility ist das grösste Carsharing der Schweiz und für kurze Fahrten kaum zu schlagen. Die Autos stehen an Bahnhöfen und in Quartieren im ganzen Land, du reservierst per App und rechnest pro Stunde und Kilometer ab. Mit dem Abo mobilityPLUS für CHF 9.90 pro Monat (die ersten drei Monate gratis, unter 28 Jahren dauerhaft erlassen) fährst du ab CHF 2.00 pro Stunde plus CHF 0.60 pro Kilometer, ohne Monatsgebühr mit mobilityEASY ab CHF 3.00 pro Stunde plus CHF 0.65 pro Kilometer, dazu kommen bei EASY eine Startgebühr von CHF 2.50 bis 5.00 pro Fahrt und bei beiden einmalig CHF 39.90 Aktivierung. Treibstoff und Absicherung sind in den Tarifen enthalten, was die Rechnung angenehm einfach macht.

Für ganze Tage wird es teurer. Bei langen Fahrten greift automatisch das Tagespaket, in der Kategorie Economy CHF 75 pro Tag mit Abo und CHF 115 ohne. In jedem 24-Stunden-Paket stecken 100 Kilometer, und die Pakete addieren sich: zwei Tage enthalten 200 Kilometer, eine Ferienwoche 700. Darüber kostet jeder Kilometer CHF 0.60 bis 0.65. Angebrochene Tage werden voll verrechnet, und das Auto muss ausnahmslos an den ursprünglichen Standort zurück. Wer viel fährt oder das Auto übers Wochenende behält, zahlt die Kilometer also immer mit.

2EM: der grösste Privatmarktplatz, Preis und Übergabe je nach Besitzer

2EM ist ein Marktplatz: Du mietest das Auto nicht von einer Firma, sondern von einer Privatperson, und der Besitzer legt den Tagespreis selbst fest. Das macht 2EM oft günstig, besonders ausserhalb der Städte, wo klassische Vermieter fehlen. Der Mindestwert einer Miete liegt bei CHF 80, unter 26 Jahren kommt ein Zuschlag von CHF 7 pro Tag dazu, und bezahlen kannst du mit Kreditkarte, TWINT oder Banküberweisung. Im angezeigten Preis stecken neben dem Tarif des Besitzers bereits der Zuschlag für Absicherung und Pannenhilfe über Helvetia (vormals Baloise) sowie die Mehrwertsteuer; Kilometerpaket und Treibstoff kommen dagegen separat dazu.

Den Selbstbehalt steuerst du über drei Schutzstufen: In der Grundstufe trägst du bis CHF 1500 und hinterlegst CHF 300 Kaution, die mittlere Stufe senkt auf CHF 1000 bei CHF 200 Kaution, die höchste auf CHF 750 ohne Kaution; die Buchungsmaske nennt teils andere Stufen, den genauen Wert siehst du beim Checkout. Die Kehrseite des Marktplatzmodells ist der Aufwand: Preis, Zustand und Übergabe hängen vom einzelnen Besitzer ab, und du planst die Schlüsselübergabe mit einem Menschen statt mit einer App. Wer Zeit hat und vergleichen mag, findet hier gute Angebote.

GoMore: Privatautos mit Keyless-Option

GoMore funktioniert ähnlich wie 2EM, mit einem Unterschied, der im Alltag zählt: Ein Teil der Autos ist mit GoMore Keyless ausgerüstet, du öffnest sie per App und musst den Besitzer für Abholung und Rückgabe nicht treffen. Einige Autos lassen sich zudem sofort buchen, ohne dass der Besitzer erst zusagen muss. Absicherung und Pannenhilfe über Helvetia sind bei jeder Miete dabei, den Selbstbehalt wählst du bei der Buchung selbst, CHF 200 oder CHF 1500, wobei der Preis des Schutzpakets von Mietdauer und gewählter Stufe abhängt und erst im Checkout sichtbar wird. Schäden im Innenraum sind nicht gedeckt.

Auch hier gilt: Die Tagespreise setzen die Besitzer, verlässliche Pauschalen gibt es darum nicht, und ausserhalb der Keyless-Flotte bist du auf die Verfügbarkeit und Reaktionszeit von Privatpersonen angewiesen. Für flexible Mieter mit etwas Vorlauf ist GoMore eine ernsthafte Alternative, für spontane Abholungen um sechs Uhr morgens nur, wenn das Wunschauto zufällig keyless ist.

Sponti-Car: Stundenmiete ohne Abo, stark in kleineren Gemeinden

Sponti-Car besetzt eine Lücke, die Mobility offenlässt: Carsharing ohne jede Mitgliedschaft, oft in kleineren Gemeinden, in denen sonst kein Anbieter steht. Die Registrierung ist gratis, es gibt keine Mitgliederkosten und keine Kilometerkosten, du zahlst ab CHF 6 pro Stunde je nach Standort und Fahrzeug, mit sinkenden Stundensätzen bei längerer Miete. Gegen CHF 9.90 pro Tag gibt es einen optionalen Schutz, der den Selbstbehalt von CHF 1000 für Eigenschaden plus CHF 1000 für Drittschaden vollständig aufhebt; er muss vor Fahrtbeginn abgeschlossen werden.

Die Schwäche ist die Kehrseite der Nische: Das Netz besteht aus einzelnen Standorten, der genaue Tarif unterscheidet sich von Ort zu Ort, und einen schweizweit gültigen Tagespreis kannst du vorab nicht nennen, ohne den Rechner des jeweiligen Standorts zu bemühen. Steht ein Sponti-Car in deiner Gemeinde, lohnt sich der Blick fast immer. Steht keines dort, hilft dir der Anbieter nicht weiter.

Swiss E-Car: die kommunale E-Nische, mit Ablaufdatum

Swiss E-Car zeigt, wie kommunales E-Carsharing gedacht war: reine Elektroflotte, keine Abos, Tarife ab CHF 9.00 pro Stunde oder ab CHF 75 pro Tag mit 200 Kilometern pro Tag inklusive, Vollkasko mit CHF 1000 Selbstbehalt im Preis, Standorte in den Regionen Aargau, Basel, Bern, Freiburg, Schaffhausen und Zürich, oft in Partnerschaft mit lokalen Energieversorgern. Auf dem Papier ein rundes Angebot für alle, die elektrisch und ohne Bindung fahren wollen.

Nur: Swiss E-Car stellt den Betrieb per 31. Oktober 2026 ein, das steht auf der eigenen Website und in der Mitteilung der Eigentümerin AEW Energie AG. Wer heute auf das Angebot baut, braucht in wenigen Wochen einen Ersatz. Der Fall zeigt auch, wie schmal die Nische ist: Ohne dichte Auslastung trägt sich stationsbasiertes Carsharing schwer, selbst mit Unterstützung von Gemeinden und Energieversorgern.

DRAIV: Tagesmiete ohne Kaution, Schalter und Öffnungszeiten

DRAIV ist kein klassisches Carsharing, sondern eine Tagesmiete mit Carsharing-Komfort. Du buchst im Netz oder in der App, entriegelst das Auto rund um die Uhr mit dem Handy und fährst los, ohne Schalter, ohne Öffnungszeiten, ohne Schlüsselübergabe. Es gibt keine Kaution und keine Sperre auf deiner Karte, eine Kreditkarte ist keine Bedingung, du bezahlst mit Karte, TWINT, Apple Pay oder Google Pay. Die Preise beginnen bei CHF 44 pro Tag von Montag bis Donnerstag, regulär liegt das günstigste Auto bei CHF 59 pro Tag. Auf den meisten Autos sind die Kilometer unbegrenzt, bei einzelnen Modellen gilt ein Kilometerpaket, danach ab CHF 0.50 pro Kilometer. Beim Selbstbehalt sind CHF 2000 voreingestellt, gegen einen Tagesbeitrag senkst du auf CHF 200, und wer eine eigene Vollkasko vorweist und freischalten lässt, fährt gratis mit der Stufe CHF 5000.

Elektrisch fahren geht bei DRAIV ebenfalls, und das wird nach dem Aus von Swiss E-Car relevant: Der Tesla Model 3 Long Range für CHF 89 pro Tag ist die Zürcher Alternative fürs elektrische Mieten, mit Supercharging inklusive. Einstecken an jedem europäischen Tesla Supercharger genügt, das Laden startet automatisch, ohne Ladekarte, ohne App und ohne Zusatzkosten, die Energie unterwegs kostet also CHF 0; die Autobahnvignette ist inbegriffen, und von Montag bis Donnerstag beginnt der Tarif bei CHF 67 pro Tag. Ehrlich dazugesagt: Auf dem Tesla sind 250 Kilometer pro Tag inklusive, danach CHF 0.50 pro Kilometer, unbegrenzt sind die Kilometer hier nicht.

Auch kurze Mieten gehen, nur anders als beim Stundentarif: Mieten unter zwölf Stunden werden gestaffelt berechnet. Auf einem Auto mit CHF 59 Tagespreis kosten drei Stunden CHF 26 Basispreis und sechs Stunden CHF 37, ab zwölf Stunden gilt der volle Tagespreis; Schutz, Pannenhilfe und unbegrenzte Kilometer sind immer dabei. Ehrlicherweise bleibt Mobility für den Grosseinkauf von neunzig Minuten trotzdem die bessere Wahl, rund CHF 21 gegen rund CHF 45 alles inklusive. Und die Flotte konzentriert sich auf den Raum Zürich mit Standorten in Zürich City, Altstetten und Oerlikon sowie in Ennetbaden und Zug. Wer dort ein Auto in Zürich mieten will, hat kurze Wege. Wer in Genf oder Lugano wohnt, hat von DRAIV vorerst nichts.

Drei Szenarien, voll durchgerechnet

Alle Tarife stammen von den öffentlichen Anbieterseiten, Stand 21. August 2026; die DRAIV-Preise kommen aus dem öffentlichen Buchungsrechner für exakt diese Zeitfenster. Die DRAIV-Zahlen sind bewusst ohne den Erstfahrt-Rabatt gerechnet, denn das ist der wiederholbare Preis: Neukunden bekommen automatisch 20 Prozent auf die erste Fahrt und zahlen für dieselben drei Szenarien CHF 39.38, 131.18 und 423.91. Die Deckungstiefe unterscheidet sich zwischen den Anbietern; die Selbstbehalte stehen jeweils in der Tabelle, Mobilitys Selbstbehalt weist die Tarifseite nicht aus und wurde darum nicht verglichen.

Szenario 1: Die Besorgung, Dienstag, 3 Stunden, 25 Kilometer in Zürich

Das Kurzstreckenprofil, auf dem Stundentarife glänzen müssen.

AnbieterTotalWas drin steckt
Mobility (mobilityPLUS)CHF 21.003 h × CHF 2.00 plus 25 km × CHF 0.60, Kategorie Budget, keine Startgebühr
Mobility (mobilityEASY)CHF 27.753 h × CHF 3.00 plus 25 km × CHF 0.65 plus CHF 2.50 Startgebühr
2EM≈ CHF 80Kein Stundenprodukt: Tagespreise ab CHF 40, aber die Plattform verlangt eine Mindestmiete von CHF 80; Selbstbehalt Grundstufe CHF 1500, Kaution CHF 300
GoMoreCHF 31–70 plus GebührKein Stundenprodukt: beobachtete Zürcher Tagespreise von CHF 31 (Hyundai i20) bis CHF 70 (BMW 1er); die obligatorische Versicherungs- und Servicegebühr wird erst im Checkout sichtbar; Selbstbehalt CHF 200 oder 1500
Sponti-CarCHF 21.003 h × CHF 7.00 am verifizierten Standort im Raum Zürich (Opfikon); am offiziellen Ab-Preis von CHF 6 pro Stunde wären es CHF 18.00; alle Kilometer inklusive; Selbstbehalt CHF 1000 plus 1000, aufhebbar für CHF 9.90 pro Tag
Swiss E-CarCHF 27.003 h × CHF 9.00, die 25 km liegen in den 200 km pro Tag; Selbstbehalt CHF 1000; Betrieb endet am 31.10.2026
DRAIVCHF 45.10Gestaffelter 3-Stunden-Preis für das günstigste Auto, alles inklusive: Schutz mit Selbstbehalt CHF 2000, Pannenhilfe, Servicegebühr, MwSt, unbegrenzte Kilometer, keine Kaution; ohne Erstfahrt-Rabatt gerechnet, der Rechner zeigt Neukunden CHF 39.38

Treibstoff: In den Totalen von Mobility, Sponti-Car und Swiss E-Car ist Treibstoff beziehungsweise Strom enthalten; bei DRAIV, 2EM und GoMore tankst du selbst, bei 25 Kilometern rund CHF 3. Die Mobility-Totale enthalten weder die einmalige Aktivierung von CHF 39.90 (beide Modelle) noch das PLUS-Abo von CHF 9.90 pro Monat (die ersten drei Monate gratis, unter 28 erlassen); wer zum ersten Mal fährt, zahlt das obendrauf. Das ehrliche Fazit: Für die Kurzbesorgung gewinnt Mobility, und daran ändert auch DRAIVs gestaffelter Kurzpreis nichts.

Szenario 2: Das Wochenende, Samstag 09:00 bis Sonntag 18:00 Uhr, 300 Kilometer

33 Stunden, Zürich und zurück in die Berge.

AnbieterTotalWas drin steckt
Mobility (mobilityPLUS)CHF 210.00Zwei Tagespakete Economy à CHF 75 = CHF 150, darin 2 × 100 km; die restlichen 100 km × CHF 0.60 = CHF 60; angebrochene Tage zählen voll; Kategorie Budget käme auf CHF 190.00
Mobility (mobilityEASY)CHF 297.50Zwei Tagespakete Economy à CHF 115 plus 100 Extra-km × CHF 0.65 plus CHF 2.50 Startgebühr
2EM≈ CHF 80–130 plus KilometerpaketZwei Miettage: vom Dacia Sandero Stepway (2 × CHF 40 = 80) bis zum Toyota Prius (2 × CHF 63 = 126); Kilometerpaket für 300 km kommt je nach Inserat dazu; Selbstbehalt ab CHF 1500
GoMore≈ CHF 62–140 plus GebührZwei Miettage: Hyundai i20 2 × CHF 31 = 62, Tesla Model 3 2 × CHF 59 = 118, BMW 1er 2 × CHF 70 = 140; dazu die Versicherungs- und Servicegebühr aus dem Checkout und Kilometer über der Inklusivmenge des Inserats; Selbstbehalt CHF 200 oder 1500
Sponti-CarCHF 192.00Reine Zeitabrechnung am Zürcher Standort (Opfikon): 24 h degressiv = CHF 132, danach beginnt die Staffel neu, 9 Reststunden = CHF 60; alle 300 km inklusive; Null-Selbstbehalt kostet CHF 9.90 × 2 Tage extra, total CHF 211.80
Swiss E-CarCHF 150.00Zwei Tagestarife à CHF 75, 400 km inklusive; Selbstbehalt CHF 1000; Betrieb endet am 31.10.2026
DRAIV≈ CHF 155.70Echter Rechnerpreis für exakt dieses Fenster (günstigstes Auto, CHF 59 pro Tag): unbegrenzte Kilometer, Schutz mit Selbstbehalt CHF 2000, Pannenhilfe, Servicegebühr, MwSt, keine Kaution; ohne Erstfahrt-Rabatt, Neukunden sehen CHF 131.18
DRAIV — Tesla Model 3 (Strom inklusive)≈ CHF 218.00Echter Rechnerpreis für exakt dieses Fenster (Tesla Model 3 Long Range, CHF 89 pro Tag): Supercharging an jedem Tesla Supercharger inklusive, 500 km inklusive und damit mehr als die 300 km, Schutz mit Selbstbehalt CHF 2000, Pannenhilfe, Servicegebühr, MwSt, keine Kaution; ohne Erstfahrt-Rabatt, Neukunden sehen CHF 181.08

Flexibel beim Datum? Dieselben zwei Tage von Dienstag bis Donnerstag kosten bei DRAIV CHF 110.88 all-in (CHF 55.44 pro Tag): von Montag bis Donnerstag gilt der Wochentags-Preis ab CHF 44 pro Tag, womit DRAIV unter der Woche das günstigste Flottenangebot ist (ohne Erstfahrt-Rabatt gerechnet; Neukunden sehen CHF 93.18).

Treibstoff: Mobility, Sponti-Car und Swiss E-Car haben Treibstoff beziehungsweise Strom im Total; bei der DRAIV-Dieselzeile, 2EM und GoMore kommen für 300 Kilometer grob CHF 30 bis 40 dazu. Die Tesla-Zeile ist die Ausnahme: Dort ist der Ladestrom dank Supercharging bereits im Preis, womit sie direkt mit Swiss E-Cars CHF 150 vergleichbar ist, bei denen öffentliches Laden unterwegs nicht im Preis steckt. Die Mobility-Totale enthalten weder die einmalige Aktivierung von CHF 39.90 noch das PLUS-Abo von CHF 9.90 pro Monat. Auffällig und ehrlich gesagt: Swiss E-Car ist hier mit CHF 150 inklusive Strom das günstigste Flottenangebot, nur gibt es das Angebot ab November nicht mehr.

Szenario 3: Die Ferienwoche, 7 Tage, 700 Kilometer

AnbieterTotalWas drin steckt
Mobility (mobilityPLUS)CHF 525.00Sieben Tagespakete Economy à CHF 75; die Pakete addieren sich auf 700 km, also kein Extra-Kilometer; Kategorie Budget käme auf CHF 455.00
Mobility (mobilityEASY)CHF 807.50Sieben Tagespakete Economy à CHF 115 plus CHF 2.50 Startgebühr; 700 km inklusive
2EM≈ CHF 280–455 plus KilometerpaketSieben Miettage: Dacia Sandero Stepway 7 × CHF 40 = 280 bis Toyota Prius 7 × CHF 63 = 441; Kilometerpaket für 700 km je nach Inserat dazu; Selbstbehalt ab CHF 1500
GoMore≈ CHF 217–490 plus GebührSieben Miettage: Hyundai i20 7 × CHF 31 = 217, Tesla Model 3 7 × CHF 59 = 413, BMW 1er 7 × CHF 70 = 490; dazu Versicherungs- und Servicegebühr aus dem Checkout und Kilometer über der Inklusivmenge; Selbstbehalt CHF 200 oder 1500
Sponti-CarCHF 924.00Reine Zeitabrechnung nach der Opfikon-Tabelle, 7 × CHF 132 pro 24 h; andere Standorte ab CHF 6 pro Stunde preisen tiefer; alle Kilometer inklusive; Null-Selbstbehalt kostet CHF 9.90 × 7 = CHF 69.30 extra
Swiss E-CarCHF 525.00Sieben Tagestarife à CHF 75, 1400 km inklusive; Selbstbehalt CHF 1000; Betrieb endet am 31.10.2026
DRAIV≈ CHF 501.00Echter Rechnerpreis für exakt diese Woche (günstigstes Auto, CHF 59 pro Tag), inklusive automatischem Wochenrabatt von 10 Prozent, unbegrenzten Kilometern, Schutz mit Selbstbehalt CHF 2000, Pannenhilfe, Servicegebühr und MwSt, keine Kaution; ohne Erstfahrt-Rabatt, Neukunden sehen CHF 423.91
DRAIV — Tesla Model 3 (Strom inklusive)≈ CHF 697.00Echter Rechnerpreis für exakt diese Woche (Tesla Model 3 Long Range, CHF 89 pro Tag), inklusive automatischem Wochenrabatt von 10 Prozent: Supercharging inklusive, 1750 km inklusive und damit weit mehr als die 700 km, Schutz mit Selbstbehalt CHF 2000, Pannenhilfe, Servicegebühr, MwSt, keine Kaution; ohne Erstfahrt-Rabatt, Neukunden sehen CHF 580.72

Treibstoff: Auch hier zahlen Mobility-, Sponti-Car- und Swiss-E-Car-Kunden nichts extra; bei der DRAIV-Dieselzeile, 2EM und GoMore kommen für 700 Kilometer grob CHF 60 bis 100 dazu. Die Tesla-Zeile fährt die 700 Kilometer dagegen für CHF 0 Energie, weil Supercharging im Preis steckt, während bei Swiss E-Car das Laden unterwegs extra kostet — und für eine elektrische Ferienwoche ist der Tesla ab November ohnehin das einzige verbleibende Flottenangebot. Die Mobility-Totale enthalten weder die einmalige Aktivierung von CHF 39.90 noch das PLUS-Abo von CHF 9.90 pro Monat. Zur Vergleichbarkeit: Die Marktplatz-Spannen reichen vom Kleinwagen bis zur Mittelklasse; das klassengleiche Gegenstück zum DRAIV-Auto sind eher der Prius mit CHF 441 oder das Tesla Model 3 mit CHF 413, jeweils plus Gebühren, Kilometer und Treibstoff. Sponti-Cars Zeitabrechnung ist für Ferienwochen strukturell teuer, weil das Auto auch parkiert alle 168 Stunden kostet.

Welcher Anbieter passt zu wem

Wenn du mehrmals im Monat für ein bis drei Stunden ein Auto brauchst, führst du an Mobility kaum vorbei, das Netz ist konkurrenzlos dicht und der Stundentarif fair. Wenn der Preis das wichtigste Kriterium ist und du Zeit für Suche und Übergabe mitbringst, findest du bei 2EM oder GoMore Privatautos, die günstiger sein können als jede Flotte, bei GoMore mit etwas Glück sogar keyless. Wenn du in einer kleineren Gemeinde wohnst, prüfst du zuerst, ob ein Sponti-Car vor Ort steht. Und wenn du ein Auto für einige Stunden bis eine Woche brauchst, viele Kilometer fährst und weder Kaution noch Schalter noch Abo willst, ist DRAIV im Raum Zürich die direkteste Lösung. Wie sich das gegen die klassischen Vermieter schlägt, zeigt unser Vergleich der Autovermietungen in Zürich.

Häufige Fragen

Welches Carsharing ist in der Schweiz am günstigsten?

Das hängt vom Fahrprofil ab. Für kurze Stundenfahrten ist Mobility mit Abo meist am günstigsten, ab CHF 2.00 pro Stunde plus CHF 0.60 pro Kilometer. Für ganze Tage rechnet sich ein Tagespreis: Bei DRAIV beginnt er bei CHF 44 pro Tag von Montag bis Donnerstag, zwei volle Wochentage kosten im Buchungsrechner konkret CHF 110.88 all-in; regulär liegt das günstigste Auto bei CHF 59 pro Tag, mit unbegrenzten Kilometern auf den meisten Autos.

Gibt es Carsharing ohne Abo?

Ja. Sponti-Car verlangt kein Abo, Mobility bietet mit mobilityEASY einen Einstieg ohne Monatsgebühr zu höheren Tarifen, und DRAIV funktioniert ganz ohne Mitgliedschaft: Du buchst tageweise und zahlst nur die Miete. Swiss E-Car war ebenfalls abofrei, stellt den Betrieb aber per Ende Oktober 2026 ein.

Brauche ich für Carsharing eine Kreditkarte?

Nicht überall. 2EM nimmt neben Kreditkarten auch TWINT und Banküberweisung. Bei DRAIV ist eine Kreditkarte keine Bedingung: Du bezahlst mit Karte, TWINT, Apple Pay oder Google Pay, und es wird keine Kaution auf dem Zahlungsmittel gesperrt.

Was ist der Unterschied zwischen Carsharing und Automiete?

Klassisches Carsharing wie Mobility rechnet pro Stunde und Kilometer ab und lohnt sich für kurze Fahrten. Eine Tagesmiete wie bei DRAIV hat einen festen Tagespreis, meist mit unbegrenzten Kilometern; Mieten unter zwölf Stunden werden gestaffelt berechnet, drei Stunden kosten also deutlich weniger als der volle Tag. Die Grenze verwischt, weil beide heute per App und ohne Schalter funktionieren.

Gibt es Carsharing ohne Rückgabe am Abholort?

Nein, bei keinem der verglichenen Anbieter. Mobility-Fahrzeuge müssen ausnahmslos an den ursprünglichen Standort zurück, und auch bei 2EM, GoMore, Sponti-Car und DRAIV gibst du das Auto dort zurück, wo du es geholt hast.

Wie funktioniert der Selbstbehalt beim Carsharing?

Der Selbstbehalt ist der Betrag, den du im Schadenfall höchstens selbst trägst. Bei GoMore wählst du bei der Buchung CHF 200 oder CHF 1500, bei 2EM, versichert über Helvetia (vormals Baloise), senkst du ihn über die Schutzstufe von CHF 1500 auf bis zu CHF 750, bei Swiss E-Car liegt er bei CHF 1000. Bei DRAIV sind CHF 2000 voreingestellt, gegen einen Tagesbeitrag senkst du auf CHF 200, und mit eigener, vorab geprüfter Vollkasko gibt es eine Stufe mit CHF 5000.

Was passiert mit Swiss E-Car?

Swiss E-Car stellt den Betrieb per 31. Oktober 2026 ein. Bis dahin läuft das E-Carsharing in den Regionen Aargau, Basel, Bern, Freiburg, Schaffhausen und Zürich weiter, ab CHF 75 pro Tag mit 200 Kilometern pro Tag inklusive.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 21. August 2026.

Mobility

2EM

GoMore

Sponti-Car

Swiss E-Car

DRAIV

Auto mieten, ohne Schalter und ohne Kaution

Du buchst im Netz oder in der App, entriegelst mit dem Handy und fährst los.

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