OBD-II Telematik (On-Board-Diagnose)
Definition von OBD-II-Telematik: wie Diagnose-Stecker Fahrzeugdaten wie Kilometerstand, Tankstand, Fehlercodes und Fahrverhalten digital erfassen.
OBD-II-Telematik bezeichnet Telematik-Geräte (Dongles), die direkt in die standardisierte On-Board-Diagnose-Schnittstelle (OBD-II) eines Fahrzeugs eingesteckt werden, um Betriebsdaten wie Kilometerstand, Tank- oder Batterieladestand, Fehlercodes und Motordaten in Echtzeit auszulesen und per Funk an eine Flottenplattform zu senden.
Technischer Hintergrund
Die OBD-II-Schnittstelle ist bei Benzinern seit 2001 und bei Dieselfahrzeugen seit 2004 in Europa (EOBD) gesetzlich vorgeschrieben. Ursprünglich zur Überprüfung von Abgas- und Motordaten in Werkstätten entwickelt, dient die 16-polige Buchse heute als schneller Zugangspunkt für vernetzte Flottentechnologie.
Wichtige Datenpunkte im Fuhrparkbetrieb
Ein vernetztes OBD-II-Modul erfasst entscheidende Kennzahlen:
- Exakter Kilometerstand: Macht manuelles Ablesen bei der Fahrzeugrückgabe überflüssig und verhindert Abrechnungsfehler.
- Tank- und Ladestand (SoC): Berechnet automatisch Nachtankgebühren oder Ladekosten bei Rückgabe.
- Fehlercodes (DTCs): Informiert das Flottenmanagement sofort, wenn Motorkontrollleuchten, Bremsbelagssensoren oder Reifendruckwarnungen ansprechen.
- Fahrverhalten: Eingebaute Beschleunigungssensoren registrieren Vollbremsungen, starke Beschleunigungen und Kollisionen.
Unterschied zum fest verkabelten CAN-Bus
Plug-and-Play-OBD-Dongles lassen sich innerhalb weniger Minuten ohne Werkstattaufwand nachrüsten. Für volldigitale Carsharing-Flotten, die auch Türen öffnen und die Wegfahrsperre schalten müssen, wird die Telematik jedoch meist direkt fest in den CAN-Bus integriert.
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