Restwertrisiko bei Fahrzeugen
Definition des Restwertrisikos: wie Wertverlust im Automobilmarkt Leasingverträge, Flottenbetreiber und das Auto-Abo-Modell beeinflusst.
Das Restwertrisiko bezeichnet das finanzielle Risiko, dass der tatsächliche Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs am Ende seiner Nutzungs- oder Leasingdauer geringer ausfällt als der ursprünglich kalkulierte Restwert bei Vertragsbeginn.
Ursachen für unerwarteten Wertverlust
Der Wertverlust ist in der Regel der grösste Einzelkostenposten im Lebenszyklus eines Kraftfahrzeugs. Mehrere Faktoren beeinflussen den Gebrauchtwagenmarkt:
- Technologiesprünge: Rasche Fortschritte bei Batterietechnik, Reichweiten oder Ladeleistungen führen dazu, dass ältere E-Automodelle schneller an Marktwert verlieren als prognostiziert.
- Markt- und Zinszyklen: Steigende Kreditzinsen dämpfen die Kaufbereitschaft auf dem Gebrauchtwagenmarkt, was zu sinkenden Auktionspreisen führt.
- Flottenschwemme: Bringen grosse Vermieter zeitgleich tausende Rückläufer in den Markt, geraten die Preise einzelner Modellreihen unter Druck.
Risikoverteilung nach Mobilitätsmodell
- Fahrzeugkauf: Der Käufer (Privatperson oder Firma) trägt das volle Wertverlustrisiko beim späteren Weiterverkauf.
- Kilometer-Leasing: Die Leasinggesellschaft trägt das Marktrisiko, überwälzt jedoch Minderwerte durch strenge Nachforderungen bei Rückgabeschäden oder Mehrkilometern auf den Kunden.
- Auto-Abo: Der Abo-Anbieter übernimmt das gesamte Restwert- und Vermarktungsrisiko. Der Abonnent geniesst maximale Planungssicherheit zum monatlichen Fixpreis.
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