Phone-as-a-Key (PaaK / Digitaler Autoschlüssel)
Definition von Phone-as-a-Key (PaaK): wie Smartphones physische Autoschlüssel über Bluetooth Low Energy (BLE), NFC und verschlüsselte Protokolle ersetzen.
Phone-as-a-Key (PaaK) ist eine Zugangstechnologie, die ein berechtigtes Smartphone zum digitalen Autoschlüssel macht. Du kannst das Auto über verschlüsselte Verbindungen entsperren, sperren und starten, ohne dass ein physischer Schlüssel übergeben wird.
Funktionsweise von Phone-as-a-Key
PaaK-Lösungen nutzen Funkstandards wie Bluetooth Low Energy (BLE), Near Field Communication (NFC) oder Ultra-Wideband (UWB), kombiniert mit kryptografischen Schlüsseln zwischen App und Steuergerät des Autos. Andere Systeme schicken den Befehl über das Internet an die Online-Schnittstelle des Herstellers. Ein Nahfunk-System läuft typischerweise so ab:
- Digitale Berechtigung: Nach der Buchung erhält das Smartphone eine zeitlich befristete, kryptografisch gesicherte Berechtigung.
- Annäherung: Kommt die Person zum Auto, erkennen die Antennen im Auto das Smartphone und schätzen die Entfernung.
- Prüfung: Das Steuergerät prüft die Berechtigung und ob sie für diesen Zeitpunkt gilt.
- Befehl: Nach erfolgreicher Prüfung öffnet die Zentralverriegelung und das Auto lässt sich starten.
PaaK im Vergleich zu physischen Schlüsseln im Flottenbetrieb
Mit physischen Schlüsseln braucht eine Vermietung Schalter, Schlüsselausgabe oder Schliessfächer. Digitale Schlüssel ersparen das:
- Zugang ohne Öffnungszeiten: Mieter gehen direkt zum Auto, ohne Schalter und ohne Warteschlange.
- Keine Schlüssel-Logistik: Es gibt keinen Schlüssel, der verloren gehen, übergeben oder zurückgebracht werden muss.
- Berechtigungen anpassen: Digitale Schlüssel lassen sich verlängern, übertragen oder widerrufen, etwa wenn eine Buchung endet.
Verschlüsselung und Tiefgaragen
Für die Übertragung selbst setzen solche Systeme typischerweise symmetrische Verschlüsselung wie AES ein, für Schlüsselaustausch und Signaturen asymmetrische Verfahren. Systeme, die per Bluetooth arbeiten und die Berechtigung lokal speichern, funktionieren auch in Tiefgaragen ohne Mobilfunkempfang.
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